Der „Stonewall“-Aufstand war ein brachialer Konflikt zwischen Schwarzen Homo- und Transsexuellen und der Polizei in New York City in der Nacht vom 27. Juni auf den 28. Juni 1969. Hierbei hat sich erstmals eine große Zahl von Homosexuellen einer Verhaftung widersetzt und dieses Ereignis wird als Wendepunkt in der Community im Kampf für Gleichberechtigung und Anerkennung angesehen. Deswegen wird weltweit mit dem Christopher Street Day (CSD) an diese Nacht erinnert. Denn die Mehrheitsgesellschaft braucht keine Erinnerungskultur, da sie immer ein Teil der Unterdrückung und des Problems war. Menschen in der LGBTQ*Community mussten und müssen immer noch um ihr Überleben sowie ihre Berechtigung in der Gesellschaft kämpfen. Aus diesen Grund gab Constanze Milbrad von den Grünen zu verstehen: „Wegen der Coronakrise fallen nahezu alle CSDs weltweit 2020 aus. Die Sichtbarkeit für queere Menschen verliert damit ihren wichtigsten Faktor. Durch den Ausfall der Demonstrationen fallen vielen ehrenamtlich tätigen Vereinen im Bereich der Beratung, Selbsthilfe, Gewaltprävention und Aufklärung grundlegende Finanzen weg – ihre teils lebenswichtige Arbeit ist im Fortbestand extrem gefährdet. Die Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, inter* und trans* Menschen und anderen queeren Personen ist zur Schaffung von Akzeptanz und zum Abbau von Vorurteilen maßgeblich. Als Zeichen der Solidarität mit der LGBTIQ*Community soll unsere Stadt daher mit einem deutlich sichtbaren Zeichen ihren Teil beitragen, den Ausfall der CSDs zu kompensieren und ohne viel Aufwand Wahrnehmung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu unterstützen.“ Wir Grünen bedanken uns bei unseren Oberbürgermeister sowie unserer Verwaltung für dieses Zeichen gegen Diskriminierung, gegen Ausgrenzung und gegen Hass.

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