Sitzung des Stadtrats am 28.07.2022

Ein Thema war die zukünftige Markierung der Weiherer Straße. Es gab folgende zwei mögliche Beschlussvorlagen:

 “Variante 1: 

Der Stadtrat nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und beschließt in der Weiherer Straße beidseitig Schutzstreifen mit einer Breite von 1,50 m für den Radverkehr gemäß den beigefügten Plänen und den Empfehlungen des Radverkehrskonzeptes zu errichten. Auf die Ausweisung von Gehsteigparkplätzen nördlich der Weiherer Straße zwischen der Einmündung Gabelsberger Straße und der Einmündung Jean-Paul-Straße soll verzichtet werden.“ 

 “Variante 2:

Der Stadtrat nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und beschließt entgegen den Empfehlungen des Radverkehrskonzeptes einseitig einen Schutzstreifen mit einer Breite von 1,50 m für den Radverkehr gemäß den beigefügten Plänen am südlichen Fahrbahnrand der Weiherer Straße zu errichten. Zusätzlich sollen Gehsteigparkplätze nördlich der Weiherer Straße zwischen der Einmündung Gabelsberger Straße und der Einmündung Jean-Paul-Straße eingerichtet werden.“

Dagmar Keis-Lechner hat vor der Abstimmung nochmals die Dinglichkeit der Radwege erläutert, ebenso wie die bevorstehende Mobilitätswende, die ohne die Umsetzung solcher Wege nicht zu stemmen wäre, denn wir müssen alles versuchen, um den Klimawandel zu begrenzen und unseren Teil zur Verwirklichung des Pariser Klimaabkommens beizutragen. Dabei sind Rad- und Fußwege unumgänglich. Ganz abgesehen davon ist gerade für einen Universitätsstandort das gängigste Verkehrsmittel der Studenten das Fahrrad. Und Anwohner etc. sollen von dem Luxus/der Selbstverständlichkeit „direkt vor der Haustüre parken“ Abstand gewinnen, denn auch ein 10-m-Fußweg zur Haustüre hat noch keinem geschadet. 

Danach hat sich auch unser Stadtratskollege Ralf Baumann für die Markierung der Radwege ausgesprochen, ebenso Lisa Töpper schloss sich ihren Vorrednern an und erläuterte  – nach Empörung von Inge Aures – dass wir schließlich irgendwo anfangen müssen, auch wenn der Radweg an dieser Stelle nur für ein paar Meter ausgezeichnet ist. Aber das sei der erste Schritt in die richtige Richtung. Man habe außerdem dem Radverkehrskonzept einstimmig zugestimmt und hätte nun die erste Möglichkeit, das Konzept umzusetzen und wenn man dies jetzt nicht tun würde, wäre das Steuergeldverschwendung. 

Trotz aller Versuche und u.a. mit der Begründung: “Es ist ja nur ein Konzept und keine Verpflichtung.“, wurde sich gegen die Empfehlung des Radverkehrskonzepts und somit für die Gehsteigparkplätze ausgesprochen.

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